Vollanzeige

 zurück weiter 

Regestnummer: 6/1589

LEONHARD, KARL CÄSAR VON

1815 Juni 25
Hanau

S: 28/67 Bl. 316-319   D: LA II 8A, 395f. (T)   B: 1815 März 17 bis Mai 1 (25, Nr. 7092)   A: 1815 September 10 (26, Nr. 7167)   A?: an A. von Goethe, 1815 Juli 5 (26, Nr. 7133)

L. übersendet die 2. Abtheilung seines "Taschenbuchs für die gesamte Mineralogie" (9. Band, Ruppert 4208). Der Druck des 1. Teils verzögere sich wegen Humboldts Bildnis. - Des hohen Wertes wegen sende er eine gerahmte Tafel zu seiner "Propädeutik der Mineralogie" (mit J. H. Kopp und K. L. Gärtner) durch seinen Schwager (K. L. Blum), der nach Schwalbach kommen werde. Bitte um G.s Kommentare. Die Tafel halte jedem Vergleich mit C. R. W. Wiedemann ("Übersicht über die mineralogisch-einfachen Fossilien"), F. J. A. Estner ("Versuch einer Mineralogie") und C. F. Ludwig ("Handbuch der Mineralogie") stand. Bemerkungen zur Farbgebung. - Für die Beilage (? Diplom der "Wetterauischen Gesellschaft" für A. von Goethe) habe L. der Förmlichkeit halber eine Quasi-Sizzung einberufen müssen, da die Gesellschaft gegenwärtig nicht wage, öffentlich zu tagen. - Bedauern, G. bei dessen Durchreise durch Hanau verfehlt zu haben; L. hoffe aber, daß G. auf der Rückreise einige Tage bei ihm wohnen werde. - F. J. von Albini lasse grüßen. Er sei seit einigen Wochen leidend und wolle nun zur Kur nach Schwalbach. L. selbst könne nicht zur Kur, da er den Druck der Einleitung und Vorbereitung (der "Propädeutik der Mineralogie") überwachen müsse. Auch sehe er sich durch die erneute Kriegsgefahr genötigt, seine Kontakte nach München zu intensivieren, da der Ausgang des Kriegs sich auch auf die künftige territoriale Zugehörigkeit Hanaus auswirken könne. Bitte um Empfehlungsschreiben an einige Münchener Gelehrte. - Freude über G.s Versprechen, einen Aufsatz über die Zinnformation für das "Taschenbuch" zu verfassen. - Die von G. gewünschten Notizen über die Geologie und Mineralogie von Persien wolle L. besorgen. - In Norwegen sei Tellur gefunden worden.

Zurück zum Register

 
Diese Seite drucken


Regestausgabe "Briefe an Goethe", © Sämtliche Urheberrechte liegen beim Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger