Regestnummer: 6/1427 KNEBEL, KARL LUDWIG VON 1815 Februar 13 S: 28/66 Bl. 77f.; Bl. 79f. D: AA Divan 3, 251f. (T) B: 1815 Februar 8 (25, Nr. 7016) A: - Dank für G.s Zeilen. Freude über das bessere Befinden C. von Goethes. - Von orientalischen Gedichten habe K. nur die berühmte arabische Elegie, die er vor mehrern Jahren in Distichen gebracht habe und die im Merkur abgedruckt worden sei ("Das Gedicht Abu Ismaels Tograi. Mich hat ein edles Gemüt ...", in: "Der neue Teutsche Merkur" 1800, 1. Stück; vgl. RA 3, Nr. 530). - Ausführlich über die Lektüre von S. de La Loubères "Beschreibung des Königreichs Siam", insbesondere über die Religion der Siamesen; unter ihren besondern Lebensregeln habe K. mehrere gefunden, die auch dem Pythagoras eigen sind und, wenn K. sich nicht irre, unter seinen Goldnen Sprüchen stehn. - Hoffnung auf G.s baldigen Besuch und die Demonstration der T. J. Seebeckschen Versuche. - Die Studenten hätten H. K. A. Eichstädt bei Niederlegung seines Prorektorats, wegen seiner gelinden Regierung, ausserordentliche Ehrenbezeugungen dargebracht. Die Eichstädt überreichten Verse lege K. bei. Anlage: Druck des Huldigungsgedichts Seiner Magnificenz dem Herrn Hofrath Eichstädt am Tage der Niederlegung seines Prorectorats gewidmet von den Studirenden zu Jena. Den 4ten Februar 1815. Wir nahen Dir mit reinen Huldigungen [...].
Jena