Regestnummer: 6/873 ZELTER, KARL FRIEDRICH 1814 Januar 26 bis Februar 5 S: 28/1016 St. 103; 32/182; 32/9 D: MA 20, Nr. 200 B: 1813 Dezember 26 (24, in Nr. 6678); 1813 Dezember 29 (24, in Nr. 6678) A?: 1814 Februar 14 (24, Nr. 6751); 1814 Februar 23 (24, Nr. 6760) 1814 Januar 26 Anlagen: Z.s Kompositionen auf den Psalmvers "In te Domine speravi ..." sowie zu G.s Gedicht "Die wackelnde Glocke". ? Beilage zu: RA 6, Nr. 942
Berlin
Z. übersendet seine von G. gewünschte Komposition auf den Psalmvers "In te Domine speravi ..."; erwähnt: ein mit demselben Vers endendes Tedeum von F. Rellstab sowie N. Mendelssohn, Überbringer des Briefes von G. vom 26. Dezember. - Dein Liedgen von der wakkelnden Glocke lege ich bey. Z. habe G.s Brief vom 29. Dezember am 5. Januar erhalten und das Gedicht ("Die wackelnde Glocke") auf der Stelle in Noten gesetzt. - Gestern sei die russische Kaiserin (Elisabeth) abgereist. - Bitte um G.s heitere Tafellieder zur Komposition. Auf Deine Plagiatschaft (im 3. Teil von "Dichtung und Wahrheit") bin ich gespannt (vgl. RA 6, Nr. 1023). - G.s allerliebstes Stück "Die Laune des Verliebten" werde in Berlin mit vielem Beyfalle [...] und recht artig gespielt.
1814 Februar 2
Grüße von F. A. Wolf, der jetzt über den "Prometheus" des Aischylos lese. Über Z.s kleine, inzwischen ausgeräumte metrische Streitereyen mit Wolf. Dieser beschäftige sich nun mit dem Klange des Alphabets; Z. meint, das Alphabet sei ein Werk des Mundes und das Metrum ein Werk des Pulses. - Falls G. sein Singconcert wieder aufgenommen habe, könne Z. mit allerley dienen.
1814 Februar 5
Absendevermerk.