Vollanzeige

   

Regestnummer: 6/609

O'DONELL VON TYRCONELL, JOSEPHINE GRÄFIN

1812 Dezember 16
Wien

S: 28/669 St. 3   D: 1, 40-43   B: 1812 November 24 (23, Nr. 6431)   A: 1813 Januar 22 (23, Nr. 6494)

Dank für G.s freundschaftlichen Brief, der sie beim Schreiben eines Briefes an Herzog Karl August erreichte. Über ihre Unruhe wegen des Ausbleibens einer Nachricht von G. - Zu drei Briefen vom Herzog (? vom 30. August, 4. - 8. und 11. November; vgl. RA 6, Nr. 610) und einer Sendung mit G.s "Werken", die O. Vergnügen bereitet habe. - Kaiserin Maria Ludovika sei wohlauf und spreche häufig über G.; zur Zeit sei sie mit der Lektüre seiner "Dichtung und Wahrheit" beschäftigt. - Zum Wiener Leben, das von Krankheit und Trauer gekennzeichnet sei; erwähnt: Fürst K. Lichnowsky, Fürst M. Liechtenstein und der Tod von dessen Mutter (Eleonore) sowie die bevorstehende Niederkunft seiner Frau (Leopoldine; mit der Tochter Eleonore), Graf und Gräfin Althann, die Familie des verstorbenen Fürsten K. Ligne, der junge Graf Clary, Fürst P. Esterházy und dessen Frau. - Verständnis für G.s Verfahren, die Briefe an O. zu diktieren; wichtig seien allein die Gedanken und Gefühle. Hoffnung auf ein Wiedersehen in Teplitz im kommenden Sommer. - O. fordert Documente zurück und übersendet ein höchst intereßantes Wörterbuch (I. Sonnleithner "Mundart der Österreicher"), P. Hafners "Gesammelte Schriften" sowie einige Wiener Neujahrskarten. - Mit der für G. angelegten Autographensammlung sei O. nicht weit gekommen. - Erinnerung an G.s Stimme bei den Lesungen in Teplitz. Neujahrswünsche.

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