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Regestnummer: 5/1358 HUMBOLDT, KAROLINE FRIEDERIKE VON 1810 Januar vor 27 S: 28/53 Bl. 5-7 D: Harnack, in: GJb 16 (1895), 47-52 (R,T) B: 1809 September 30 (21, Nr. 5828; 1809 Oktober 1, vgl. WA III 4, 66); an F. Dufour-Feronce, 1809 September 30 (21, Nr. 5829; 1809 Oktober 1, vgl. WA III 4, 66) A: 1810 Februar 28 (vgl. WA III 4, 99) V: Fragment G.s "Wahlverwandtschaften" (Tübingen 1809) seien von F. Dufour-Feronre zwar angekündigt worden, aber noch nicht in Rom eingetroffen. - H. freue sich, daß G. sie nun bald gütig und freundlich wieder aufnehmen werde. Erwähnung ihres Sohnes Theodor. - Die ihr von ihrem Mann übersandten Gedichte G.s seien ihr richtig zugekommen. Bewunderung für die "Zueignung" zu G.s "Faust". - Im Mai werde sie Rom verlassen und kurz vor der Rückkehr nach Deutschland Neapel aufsuchen: ich komme mit Freuden, aber ich komme mit Schmerzen nach Deutschland zurük. G. möge sie wissen lassen, wenn sie ihm etwas besorgen könne, und seinen Brief an Monsieur Xavier ... adressieren. H. vermutet, daß W. von Humboldt G. besucht habe (vom 2. bis 6. Januar). - Über den schlechten Gesundheitszustand Wolzogens, von dessen Frau sie Beiefe aus Wiesbaden habe. - Ausführliche Schilderung des römischen Kunstlebens: Charakterisierung der Maler (? G. Schick), Brüder Riepenhausen, J. C. Reinhart, J. M. von Rohden, M. Verstappen, P. A. Chauvin, F. M. Granet, H. Voogd, V. Camurrini, G. Landi, Davids Schüler J. Madrazo und J. Aparirio, A. C. Dies; erwähnt: W. F. Gmelins cahiers(? "Ansichten aus den Albaner- und Sabinerbergen"). - Unter den Bildhauern werden Canova, Thorvaldsen und C. D. Rauch hervorgchoben. Thorvaldsen finde immer das große. Für den Kronprinzen von Bayern habe er einen Adonis gemacht und zeichne sich mit Rauch dadurch aus, daß sie tief in den Geist der großen alten Kunstwerke eingegangen seien, ohne sie nachzuahmen. Hinweis auf G. Goethe und J. Alvarez. Erwähnung eines Künstlers (P. Palmaroli), der (? ein Fresko von Volterra und) Fresken des Sebastiano del Piombo nach Michelangelos Zeichnung im Palast Lanrelotti abgenommen hat; Hinweis auf ein schönes Bild von Giulio Romano und die Stanzen von Raffael. - Z. Werner fühle sich in Rom denkbar glücklich. Außer ihm seien auch C. Schlosser und F. Jagemann in Rom. Grüße an Riemer und C. von Schiller.
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