Regestnummer: 5/717 REINHARD, KARL FRIEDRICH 1807 August 31 S: 28/734 St. 3 D: GRe, Nr. 5 B: - A: 1807 September 28 (19, Nr. 5423) A?: an C. von Schiller, 1807 Oktober 9 (19, Nr. 5432) R. müsse zur Ordnung von Geldangelegenheiten nach Paris reisen. Von der Beförderung des Gönners (Talleyrand); erwähnt: R.s Frau, der neue Minister (Champagny). Über das Zusammentreffen mit Wolzogens: wenn Jena, der grossen Schlacht zu Ehren, zur Zentral-Universität des rheinischen Bundes erhoben werden soll, so erwartet ihn dort Beschäftigung. - Frage, Ob R. im Institut de France über G.s "Farbenlehre" sprechen solle, was er zunächst in der 2. Klasse, der er angehöre, tun müsse. Dazu bedarf es nichts, als daß Sie mir die Haupt-Stellen in Plato, Aristoteles, Seneka u.s.w. bezeichnen es wäre ein Kapitel aus Ihrer Geschichte der Wissenschaft. Hinweis auf einen Aufsatz im "Journal de l'Empire" (vom 18. Januar) und im "Mercure de France" (vom 10, Januar), der die Philosophie zur Ehren bringe (H, P. O. "De Louis XIV et de ses Successeurs"). G. möge sich auch ein Halbduzend der vorhergehenden Nummen des "Mercure" kommen lassen, - R. habe J. G. Ebel, Verfasser mehrerer Schriften über die Schweiz, in Frankfurt getroffen; dieser sei von G.s "Farbenlehre" entzückt. Auf der nächsten Messe sei dessen Buch "Über den Bau der Erde in dem Alpengebirge" (Ruppert 4515) zu erwarten, wonach die Erde nichts andres sei, als eine galvanische Säule in einer elektrischen Kugel eingeschlossen; damit scheine Ebel ganz in Goethes Ideen hineinzuplumpen. - Empfehlungen an den Herzog.
Koblenz