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Regestnummer: 1/608 SCHNAUSS, CHRISTIAN FRIEDRICH 1793 Juni 12 S: 28/817 D: Suphan, in: Deutsche Rundschau 114 (1903), 225f. B: - A: - S. denke über das menschliche Schicksal nach: Wie viel Menschen, besonders brave Jungen, die ihrer Mutter so viel Arbeit und Mühe gekostet, werden von beyden Seiten, ehe sie noch reiff u die Stüze ihrer Eltern werden können, durch die Senße des Knochen Mannes wie das Graß auf der wiese abgemähet [...]. Und was ist der Held? der mit kalten Blut sich diesen Gefahren aussezt [...] und auf einer mit Leichen gepflasterten Chaußee triumphirend zurück reitet? Da muß doch alles Gefühl der Menschlichkeit erstickt werden [...]. Das schriebe S. nur G. nicht aber dem Herzog; er ist von Natur dazu gemacht u aus einem Helden Stamm gebohren. Daß in den Zeitungen nicht des Herzogs, sondern nur seines von Prinz Louis Ferdinand von Preußen geführten Regiments gedacht werde, sei jedoch ärgerlich. Prinz Coburg werde, gewißen Nachrichten zu Folge, keine Campagne mehr mit machen. - Beiliegend schicke S. etwas zu lesen. Den Aufsatz im Wochenblatt habe Generalsuperintentent C. W. Schneider geschrieben. Die Abhandlung der lat. Gesellschaft zu Jena ziehe gegen die Gleich- u Freyheits-Narren ziemlich loß [...]. - Reflexionen anläßlich seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums über die Rolle, die S. auf der Welt gespielt habe. - Wünsche für eine glückliche Rückkehr G.s und des Herzogs Karl August.
Weimar