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Regestnummer: 7/678 STEINER, EMANUEL 1816 Dezember 27 S: 28/73 Bl. 25-34 D: WA III 6, 287 (R) B: 1816 November 27 (27, Nr. 7559) A: 1817 Januar 7 (27, Nr. 7625) TB: 1817 Januar 6 Dank für die gütige Aufnahme seines Blumenstücks in Aquarell. - S. schildert, G.s Wunsch nachkommend, ausführlich die Geschichte seines Künstlerlebens, insbesondere seine Ausbildung in Winterthur und in Dresden, seine Eindrücke auf Reisen, in Paris, Rom und um Neapel und seine Bemühungen in Basel, Zürich und Winterthur, sich als Maler und Radierer zu etablieren. S. erwähnt dabei die Maler J. Wijnants und (? J.) Brueghel, die Kunstsammlung seines Vaters mit Blättern von S. Geßner, G. F. Schmidt und J. F. Bause, seine Lehrer R. Schellenberg und A. Graff, J. K. Lavater, den Dresdener Galerieinspektor J. A. Riedel, Guercino, Giulio Romano und Raffael, H. T. Wehle, dessen Lehrer J. C. Klengel und dessen Reise mit Graf A. Musin-Puschkin, G. B. Casanova, Kopien nach Claude Lorrain, Ruisdael und A. van Everdingen, seine Mutter und Geschwister, die Landschaften G. Dughets, S. Rosas und N. Poussins im Vergleich mit den Schweizer Hochgebirgen, die Bekanntschaft mit den Werken K. Dujardins, der Schule L. Davids, Domenichinos, Leonardo da Vincis und C. G. A Bourgeois' in Paris sowie die vierschrötige Sängerin M. T. Maillard, seine Reisegefährten F. Gareis und K. Rösler sowie des ersteren Braut (Luise) und deren Vater J. F. Reichardt, Petrarca und J. Vernet, den 1. Teil von G.s "Italienischer Reise", die römischen Künstlerabende mit K. Graff, F. Matthäi, K. Graß und W. F. Gmelin sowie G.s Lied "Kennst du das Land ...", die Rückreise mit K. Kaaz, die Holbeins in Baseler Sammlungen sowie K. W. Kolbe d. Ä. und dessen Radierungen nach Geßners Landschaftsgemälden in Zürich. - Beschreibung mehrerer (? beiliegender) Blätter, die S. nach Kolbes Vorbild radiert habe, und seiner Hinwendung zur Blumenmalerei, die er seiner heutigen Frau verdanke; erwähnt: A. Mignon, J. de Heem und J. van Huysum. G.s Farbenlehre verdanke er in Rücksicht der zweckmäßigen Vertheilung der Lokalfarben besonders viel. Seitdem male er Blumen, Fruchtstücke, Stilleben und Landschaften, arbeite in Aquarell, mit der Feder und in Öl. - G.s Wunsch nach ein Paar kleineren einfacheren Bildern (für das freie Zeicheninstitut in Weimar) könne S. nicht auf der Stelle entsprechen, füge aber ein Maaß bei, in dem er seine meisten und [...] besten Aquarelle gearbeitet habe; Preisangaben. - Auf besondere Veranlaßung hin gebe S. die ausdrückliche Versicherung, daß das übersandte Blumenstück keineswegs eine Copie, auch nicht nach van Huysum, sondern ein unbestreitbares Original sei (vgl. H. Meyers Anzeige "Gemälde", in: "Über Kunst und Altertum" I 2).
Winterthur