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Regestnummer: 6/726 O'DONELL VON TYRCONELL, JOSEPHINE GRÄFIN 1813 August 4 bis September 4 S: 28/669 St. 4 D: GÖ 1, 58-64 B: 1813 Juli 24 (23, Nr. 6589) A: 1813 Oktober 30 (24, Nr. 6629) 1813 August 4 Beilage zu: RA 6, Nr. 738
Laxenburg und Wien
Freude über G.s Brief sowie die beiden Kupferabdrucke vom Porträt der österreichischen Kaiserin Maria Ludovika (? von J. B. Isabey), die sie als Geschenk von Herzog Karl August erhalten habe. - Vertrauliche Übersendung einer disposition (Abhandlung) über die Kaiserin von jemanden der [...] das Original gut kennt. - Erinnerung an den Teplitzer Aufenthalt im Sommer 1812, besonders an O.s Geburtstag am 7. August und die von G. erhaltenen Geschenke (vgl. RA 6, Nr. 465). - Bedauern darüber, daß G. seinen Sekretär (K. John) wegen dessen Erkrankung entbehren mußte. - Freude auf den 3. Teil von G.s "Dichtung und Wahrheit". Zu G.s "Werken", die sie vom Herzog leider nicht vollständig erhalten habe, über deren Besitz sie aber gar zu glücklich sei, da sie ihr stets neuen Genuß gewährten. Von der Kaiserin habe O. die Werke Wielands erhalten. - Das von G. empfohlene "The Deserted Village" von O. Goldsmith sei noch nicht in O.s Besitz; auch erlerne sie die englische Sprache nur mühsam. Über ihr Interesse an der italienischen Sprache, zu deren Erlernen aber die Zeit fehle; erwähnt: C. Bondi. - Mit Ungeduld erwarte sie G. de Staëls "De l'Allemagne"; dabei erwähnt: der Tod des jüngsten Sohns (Albert de Staël). Ihre letzte Schrift "Réflexions sur le suicide" sei ein Gemisch von schönen und gantz unverständlichen Ideen. - Wien erwarte Erbprinzessin Maria Pawlowna von Sachsen-Weimar. - Abscheu gegenüber dem Krieg in Europa; erwähnt: O.s Sohn Heinrich. - Grüße an Herzog Karl August, der ihr häufig schreibe. Grüße an G. von der Kaiserin. - Ferner erwähnt: Fürst J. Clary.
1813 September 4
Da dieser Brief von Teplitz zurückgekommen sei, werde ihn eine hohe Dame (Gräfin K. Fritsch) überbringen. Erbprinzessin Maria Pawlowna und ihre Schwester (Katharina von Oldenburg) seien in Wien angekommen und in ihrer Art ausgezeichnete Damen; erwähnt: die Hofdamen (die Gräfinnen Fritsch und F. K. Beust).