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Regestnummer: 6/577 EHRMANN, JOHANN CHRISTIAN 1812 Dezember zwischen 1 und 13 S: 28/290 St. 1 D: Mommsen 2, 435-437 (T) B: - A: 1812 Dezember 29 (23, Nr. 6462) Berichtigungen und Ergänzungen zum 2. Teil von "Dichtung und Wahrheit", besonders über Straßburger Freunde und Bekannte: Einleitend scherzhafter Hinweis auf G.s in den "Wahlverwandtschaften" und mehrfach in "Dichtung und Wahrheit" bewiesene besondere Ehrfurcht für die rothe Farbe; erwähnt: F. J. Gall, C. F. Gellert und Basilius Valentinus. Bevor E. selbst den rothen Faden [...] in Anspruch nehme, wolle er sich vorstellen: In Straßburg sei er oft Gast des Dr. J. Meyer (bei den Jungfern Lauth) gewesen. Erinnerung an den Actuarius J. D. Salzmann und den ehrlichen J. H. Jung. E. sei neben G. Melber der letzte Leibarzt K. E. Goethes gewesen; erwähnt: G.s Frau und Sohn; Anspielung auf A. Vulpius bzw. dessen Stück "Rinaldo Rinaldini". Erinnerung an ein schoenes Maedchen von Offenbach nahmens Nagel, zu deren Liebhabern G., F. M. Klinger, Graf C. Haugwitz, Graf (C. und/oder F.) Stolberg, (F. und/oder G.) Jacobi, J. J. Willemer und E. gehört hätten; Zitat von G. Amfrie de Chaulieu. Mitteilungen über den Zweibrücker F. Lersé, dessen Herz auf G.s Schwester und zu einer anderen Zeit auf E.s Schwägerin (? S. K. Ehrmann) Ansprüche gemacht habe; erwähnt: die Brüder Pfeffel und Graf M. Fries sowie die Frankfurter Brüder (? J. G. und J. L.) Hetzler; Anspielung auf E.s Schwiegervater J. Buttmann. - Ausführliche Kritik an sechs Textstellen aus "Dichtung und Wahrheit", 2. Teil: 1. E. verteidigt seinen Freund J. Meyer, dessen angebliche unbaendige Liederlichkeit G. (im 9. Buch) weltkundig mache und der heutzutage der gesuchteste und glücklichste Arzt in London sei; erwähnt: Meyers einstige waghalsige Besuche bei den zwei anerkannten schoensten Schwestern Demoiselles Gau (? P. T. Gau des Voves und deren Schwester) im (? J. J.) Oberlinschen Haus und seine heutige glückliche Ehe mit einer Quäkerin; Anspielung auf Dr. J. Faust bzw. G.s gleichnamiges Stück. 2. Hinweis auf die geographische Verwechslung S. 374 der Wanzenau mit der Rupprechts-au. 3. Frage nach der Abstammung des Woertleins Unmustern p. 272; erwähnt: "Die Nibelungen". 4. Richtigstellung des Wirrwarrs, den G. in E.s Familie gebracht habe; erwähnt: E.s Vater (J. C. Ehrmann d. Ä.), sein Bruder Friedrich und Schwager G. A. Fried sowie Dr: Sloop aus L. Sternes "Tristram Shandy". 5. Hinweis auf die Verwechslung des Preteur Royal F. M. Gayot mit dem Intendanten de Blair; erwähnt: S. Boisserée. Ferner erwähnt: der Tanzmeister mit den zwei verliebten Töchtern, dessen Name wohl Sauveur gewesen sei. Über Herder und dessen Umgebungen im XYner Staedelschen Hause auf dem Rhin=eckel könne E. künftig mehr berichten; Frage, wo folgende Strophe von Herder hin gehoert? Haben deutsche Dudel saecke [...] (richtig: von J. B. Michaelis). 6. Was G. über Sesenheim oder Drusenheim schreibe, sei absolut Dichtung; Anspielung auf J. J. Brion, dem G. keinen guten Dienst erwiesen habe. - F. Schlosser werde bestätigen, daß E. nicht aus Bosheit geschrieben habe, sondern G. von Herzen hochschätze und liebe.
Frankfurt
Auf gleichem Bogen: SCHLOSSER, JOHANN FRIEDRICH HEINRICH, 1812 Dezember 13
Scherzhaftes Attest für J. C. Ehrmann, keineswegs ein bößliches, falsch blinzelndes oder züngelndes Thier zu sein.