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Regestnummer: 5/380 ZELTER, KARL FRIEDRICH 1806 Juni 1 bis 21 S: 28/1015 St. 55 D: GZ, Nr. 86 B: 1806 Juni 2 (19, Nr. 5198) A: 1806 Juni 26 (19, Nr. 5210; 1806 Juni 27, vgl. WA III 3, 132) 1806 Juni 1
Berlin
Da G.s Sohn noch nicht angekommen sei, befürchte Z., daß er erst im August eintreffen werde. - E. F. Bussler sei sehr erfreut über G.s Zufriedenheit mit seiner Arbeit (Meyers Rezension über: Bussler "Verzierungen aus dem Altertum", in: JALZ 1806, Nr. 153) und habe schon den zweiten Theil seines Werkes für G. geschickt. - Z. erwarte mit Ungedult G.s "Werke" A. - Fichte wolle G. seine gedruckten Vorlesungen ("Die Anweisung zum seligen Leben", Berlin 1806 oder "Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters", Ruppert 3052) zusenden.
1806 Juni 8
Z. habe G.s Briefinhalt vom 2. Juni schon geahnt und wünsche in Karlsbad einen guten Kurerfolg. - Oehlenschläger, der auch hier sehr gerühmt werde, habe Z. bei J. F. Reichardt kennengelernt. - Wie viel, oder vielmehr, wie wenig bei der Benefizvorstellung der "Braut von Messina" (für Schillers Familie) eingekommen ist, werden Sie wohl wißen [...]. Lob Ifflands. - Von seinem Leben in Einsamkeit unter den Dingen, die seiner Frau gehört hatten. In zwey Monathen denke ich meine Tochter (H. Flöricke) mit dem Sohne (F. Syring) meiner Schwester (L. Syring) zu verheirathen [...]. Vom Ergehen seiner Söhne und unverheirateten Töchter. Sorge um das Haus, wenn die Braut fort ist.
1806 Juni 11
Ausführliche Kritik über die Aufführung des Dramas "Martin Luther" von Z. Werner, der auch "Die Söhne des Tales" geschrieben habe. Das Stück sei widrig religieus und die Parodie einer ernsthaften heiligen Kirchenangelegenheit. Luther allein stehe in allem Vortheil im Gegensatz zum Papsttum.
1806 Juni 21
Mitteilung von Z.s Ernennung zum Ehrenmitglied der Akademie der Künste am 12ten dieses Monaths. Die sei ihm wegen der Singakademie sehr lieb. Bitte um Bekanntgabe in der JALZ.