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Regestnummer: 5/227 VOIGT, CHRISTIAN GOTTLOB 1805 Oktober 12 S: 28/48 Bl. 140.141 D: GV 3, Nr. 89 B: - A: - V. pflichtet dem Ankauf der Sammlung von F. H. Martens für 600 Reichstaler bei und verweist darauf, daß die Batschischen Sammlungen im Gothaischen Anzeiger ("Reichsanzeiger" 1805, Nr. 271) zum Verkauf angeboten worden seien (vgl. G. an A. Weise, 1805 November 10, WA IV 51, Nr. 5146a). - Zu Bibliothekstransporten zwischen Weimar und Jena und V.s Absicht, mit Vulpius über die Bibl. Maasreguln zu sprechen. - Zur außenpolitischen Lage; Der Herzog ist in der größten Agitation über die neuesten Dinge. Angesichts der Verletzung der preußischen Neutralität durch Napoleons Einfall in Ansbach ist ganz Berlin in der gewaltigsten Indignation und Gährung; erwähnt: Zar Alexander. Duroc sollte fortgeschickt, mit dem Gesandten Comte de Laforet nicht mehr verhandelt werden. Herzog Karl August stellt sich den Krieg Preußens wider Frankreich als entschieden dar; er bietet dem König seine Dienste an. Man warte auf Antwort aus Berlin und die Rückkehr von V.s Sohn. Gehen die Dinge vorgesteltermaßen, und Preußens Energie wirkt nicht auf einen allgemeinen Frieden, so stehn uns bella, tristia bella, bevor, und ganz Deutschland wanket. Würtenberg und Baden haben wie Baiern Ihre Armeen mit Frankreich vereinigt. Prinz Eugen von Württemberg reise nach Berlin, um den preußischen König zu beruhigen, dem man allenfalls Böhmen zur Satisfaction anbieten wolle. Das Hauß Östreich soll ganz aus Deutschland vertilgt und seine Staaten unter die Freunde Frankreichs vertheilt werden. Wolzogens Bruder Ludwig commandirt die Würtenberger.
Weimar