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Regestnummer: 4/696 MEYER, NIKOLAUS 1803 April 19 S: 28/40 Bl. 193-196 D: GMe, Nr. 51 B: 1803 April 4 (16, Nr. 4646) A: 1803 Mai 12 (16, Nr. 4654; 1803 Mai 13. vgl. WA III 3, 73); von C. Vulpius, 1803 Mai 25 (GMe, Nr. 56; vgl. 16, 499) M. dankt für die Bogen des von ihm selbst einst mit initiierten "Naturhistorischen Bilder- und Lesebuchs" (von J. Glatz; Jena 1803). K. Horny werde hoffentlich bald die versprochnen Exemplare schicken, die M. in größerem Umfang absetzen könne. - In Erwartung von G.s "Natürlicher Tochter" fühle er den Verlust des Weimarer Theaters schmerzlich, denn das Bremer Theater unter der Direktion von I. Walter und H. A. Reinecke aus Hannover werde nur nach ökonomischen Prinzipien ohne innere Verbesserung geleitet. Über die Erfolge und Leistungen einiger Schauspieler in einzelnen Rollen; J. K. Stadler, Weinhold, (? K. F.) Ernst, K. G. E. Gaßmann und Frau, (? C.) Demmer und Madame Hain. Madame Fischer sei kein Verlust für Weimar. Iffland werde auf einen Monath erwartet; er müßte K. Jagemann mitbringen, um in Bremen zu zeigen, was seyn sollte, und nicht ist; ob G. auf den künftigen Winter nur M. C. E. K. Goetze schicken wolle? - Über M.s Umgang mit F. K. Merteus, dessen Untersuchung der Conferven, Allien u. s. w. die vorzüglichste Unterhaltung biete, insbesondere die sichtbare Lebendigkeit, in der freiwilligen Bewegung der unendlich kleinen Thierchen welche diese Wasserpflanzen bildeten. Ein von den grösten Botanikern in England sehr gerühmtes Werk (eine "Synopsis algarum") halte Mertens noch wegen weiterer Entdeckungen zurück. - Nachricht über die Einführung von Pestalozzis Methode am Bremer Gymnasium durch dessen Schüler J. Blendermann. - Im Sommer werde M. Badearzt im Bad Lilienthal, an dem er selbst finanziell beteiligt sei und das von den Ärzten J. Heineken und J. P. Falguerolles gegründet worden sei. Letzterer habe die Anstalt vernachlässigt und bankrott gemacht. M. hoffe, den Badebetrieb wieder ganz in Flor zu bringen. Beschreibung der Annehmlichkeiten, um G. zu einem Besuch Lilienthals und Bremens zu bewegen; Über die Landschaft, die Heilkraft des Wassers und die angenehme Unterhaltung mit Oberamtmann J. H. Schroeter; über die Stadt, ihre Bibliothek mit ihren alten Manuskripten, die Museen, privaten Gemäldesammlungen und den Entdecker der Pallas (H. W. M. Olbers). Unser Weinkeller ist noch berühmter wie unser Bleikeller, unsre Fische schmecken hier besser, wie in Weimar [...]. Seine Freunde brauche er nicht zu beschreiben; August und seine Mutter würden sich gewiß gut unterhalten [...]. M. s Kupferstichsammlung sei ziemlich ansehnlich geworden; Frage nach einem Reinigungsmittel für alte beschmutzte oft mit Oehl befleckte Blätter. Grüße auch an J. H. Meyer.
Bremen