Vollanzeige

 zurück weiter 

Regestnummer: 2/1082

SCHILLER, FRIEDRICH

1798 Januar 5
Jena

S: 83/VII,2 Bl. 400   D: Schiller-Nationalausgabe 29, Nr. 184   B: 1798 Januar 3 (13, Nr. 3704)   A: 1798 Januar 6 (13, Nr. 3706)

J. J. und F. J. Griesbach seien vom freundlichen Empfang bei G. (am 3. Januar) und den (von J. H. Meyer aus Italien mitgebrachten) Kunstwerken sehr beeindruckt gewesen. Bedauern, daß G.s Besuch in Jena soviele Verzögerungen findet. - S. sei mit der Arbeit am "Wallenstein" gut vorangekommen und mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden. Er werde künftig keine andre als historische Stoffe wählen; frey erfundene würden meine Klippe seyn. Es ist eine ganz andere Operation das realistische zu idealisieren, als das ideale zu realisieren, und letzteres ist der eigentliche Fall bei freien Fictionen. Es liege ihm nicht. - Über den Plan, eine alte Idee mit Julian dem Apostaten auszuführen. Das fürchterliche Interesse, das der Stoff hat, müßte die Gewalt der poetischen Darstellung desto wirksamer machen. Bitte um Julians Misopogon oder seine Briefe (? in: J. P. R. de la Bletterie "Histoire de l'Empereur Jovien et traductions de quelques ouvrages de l'Empereur Julien", Amsterdam 1748; vgl. auch Ruppert 1302). - C. von Kalb sei in Gefahr zu erblinden. - Im beiliegenden Brief vom 25. Dezember 1797 äußere sich C. G. Körner über G.s Gedicht "Der neue Pausias" ("Musenalmanach" für 1798). Bitte um Rückgabe von W. von Humboldts Brief an S. vom 7. bis 11. Dezember 1797.

Zurück zum Register

 
Diese Seite drucken


Regestausgabe "Briefe an Goethe", © Sämtliche Urheberrechte liegen beim Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger